„Wir dürfen nicht Versuchskaninchen für eine sinnlose und gefährliche Technologie werden!“
„Ich setze mich deutlich dafür ein, dass unser Land nicht durch CO2 verseucht wird!“ sagt SPD-Bundestagskandidat Hanno Fecke
„Es ist nicht mehr hinzunehmen, dass es den Energieversorgern wieder gelingt, ihre selbstverschuldeten Probleme auf Kosten der Bevölkerung und zu Lasten aller nachfolgenden Generationen lösen zu wollen. Schon bei der Atomenergie hat die Lobby der Energiekonzerne uns mit dem Endlagerungsproblem alleine gelassen und uns das Tragen des Risikos aufgebürdet. Mit der nicht erprobten CCS-Technologie wird wieder mit der gleichen Vehemenz in die falsche Richtung gearbeitet. CO2 wird damit nicht vermieden sondern einfach nur in der Erde versteckt. Keiner kann heute sagen, wie es sich dort auswirkt, ob und wie es entweichen kann. Fest steht allerdings, dass es in hoher Konzentration beim Einatmen zum Erstickungstod führt.
Die Probleme des Klimawandels lösen wir nur nachhaltig mit der generellen Vermeidung des Ausstoßes von CO2. Die Nutzung der erneuerbaren Energien und eine verstärkte Energieeffizienz sind hier die richtigen Lösungen, die weder unsere Gesundheit bedrohen noch unseren Kindern ungeahnte Risiken aufbürden. Hinzu kommt, dass die Erdschichten und die Tiefe, in denen jetzt CO2 eingelagert werden soll, zumeist auch genau die Bereiche sind, die für sinnvollere Nutzungen vorgesehen sind. Zum Beispiel für eine Erdwärmenutzung oder auch für eine moderne Energiespeicherung, z.B. für Druckluftspeicherkraftwerke. Diese nun wahrlich zukunftssicheren Nutzungen dürfen durch CCS nicht behindert werden. Ich werde mich nach meiner Wahl im Bundestag deutlich dafür einsetzen, dass wir im Norden Schleswig-Holsteins nicht als Versuchskaninchen für eine sinnlose und gefährliche Technik missbraucht werden.“
Hintergrund:
Die Bundesregierung will die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid voranbringen: Das Kabinett hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf zur Nutzung der CCS-Technologie verabschiedet. Besonders im Norden Schleswig-Holsteins sollen sich geeignete Lagerstätten für das Klima schädliche Gas befinden. Schon in diesem Jahr wird hier mit den Bodenuntersuchungen begonnen. Ab 2014 soll CO2 eingelagert werden.
Kohlendioxyd CO2 entsteht bei der Verbrennung fossiler Stoffe, d.h. von Kohle, Gas und Öl in den Kraftwerken. Durch die Energieproduktion entweichen jährlich rund 36 Mrd. Tonnen CO2 in die Atmosphäre und sind Hauptverursacher der globalen Erwärmung. Kohlenstoffdioxid absorbiert einen Teil der Wärmestrahlung, während kurzwelligere Strahlung, d.h. der größte Teil der Sonnenstrahlung, passieren kann. Diese Eigenschaft macht Kohlenstoffdioxid zu einem Treibhausgas.
Eine Lösung für dieses Problem sehen die Bundesregierung und die die Kraftwerke betreibenden Energieversorger in der Abspaltung des CO2 bei der Energieproduktion und in der nachfolgenden unterirdischen Einlagerung des Gases. Diese Technologie wird CCS, Carbon Capture und Storage, genannt. Es gibt weltweit noch keine Erfahrungen mit dieser neuen Technologie.
CO2 ist ein farb- und geruchsloses Gas. In hohen Konzentrationen ist es sehr gesundheitsschädlich und kann, wenn man es einatmet, zum Erstickungstod führen.